Energie-Cockpit Schweiz
Themendossier Energiepolitik
Energie · Schweiz · Daten seit 2000
Energie-Cockpit Schweiz
In den 12 Monaten bis — verbrauchte die Schweiz — TWh Strom ab Netz und importierte netto — TWh. Die Speicherseen sind zu — % gefüllt; im Mittel der letzten zehn Jahre sind es um diese Zeit — %.
Monatliche Strombilanz seit 2016
Landesverbrauch und Produktion je Monat (Linien) und Saldo des Austauschs (Balken, oben Import, unten Export), in GWh. Im Winter fehlt Strom, im Sommer gibt es Überschüsse.
Energiepolitik seit 2000 und Ausblick
Drei Wenden prägen die Schweizer Energiepolitik: die Marktöffnung (2000–2010), der Atomausstieg nach Fukushima (2011–2018) und die Versorgungssicherheit nach der Energiekrise 2022. Seit 2024 stehen Ausbau, Kernenergie und das Stromabkommen mit der EU auf der Agenda. Das Stimmvolk sagt Ja zu Zielen und Förderung, aber Nein zu Lenkungsabgaben.
Zeitstrahl 2000–2050
Jeder Punkt ein Ereignis, leere Kreise sind abgelehnte Vorlagen; Details erscheinen beim Darüberfahren. Rechts der gestrichelten Linie (heute) der Ausblick mit Abschaltungen, Abstimmungen und gesetzlichen Zielen.
Volksabstimmungen zu Energie und Klima
Ja-Anteil in Prozent; grün = angenommen, grau = abgelehnt. Die Linie markiert 50 %.
Vier Phasen
- 2000–2010: Liberalisierung. Nach dem Nein zum Elektrizitätsmarktgesetz 2002 öffnete das Stromversorgungsgesetz den Markt 2009 für Grossverbraucher. Seit 2008 gilt die CO2-Abgabe auf Brennstoffe.
- 2011–2018: Energiestrategie 2050. Nach Fukushima beschloss der Bundesrat den schrittweisen Atomausstieg; das Energiegesetz 2017 verankerte Neubauverbot, Effizienz und Förderung.
- 2019–2023: Klima und Krise. Das CO2-Gesetz scheiterte 2021. Die Energiekrise 2022 brachte Wasserkraftreserve, Reservekraftwerke und den Solarexpress; das Klimagesetz 2023 legte Netto-Null 2050 fest.
- Seit 2024: Ausbau und Neuorientierung. Das Stromgesetz setzt Ausbauziele, Beschleunigungserlass und Netzexpress kürzen Verfahren. 2026 hob das Parlament das AKW-Neubauverbot auf; das Volk entscheidet voraussichtlich 2027.
Stand der gesetzlichen Ziele
Fortschritt gegenüber dem Zielwert; Farbe nach Einschätzung (grün auf Kurs, gelb knapp, rot deutlich dahinter).
Ausblick: was kommt
Anstehende Entscheide, Abschaltungen und Zieljahre.
| Wann | Was | Bemerkung |
|---|
Chronik 2000–2026
| Datum | Art | Bereich | Ereignis | Ergebnis | Ja % |
|---|
Endenergieverbrauch nach Verbrauchergruppe seit 2000
Alle Energieträger, in Petajoule pro Jahr. Der Verkehr enthält den internationalen Flugverkehr; 2020 fiel er wegen Covid weg.
Stromverbrauch im Jahresverlauf
Endverbrauch ab Netz des gewählten Jahres (Linie) gegenüber der Spannweite 2016–2025 (Band, Median als Linie), in GWh je Tag, Woche oder Monat. Bei «Letzte 12 Monate» zeigt die Linie 2026.
Strom nach Verbrauchergruppe
Elektrizitäts-Endverbrauch inklusive Eigenverbrauch, in TWh pro Jahr.
Ausgaben der Endverbraucher
Geschätzte Ausgaben für Energie in Mrd. Franken pro Jahr (BFE). Der Anteil am BIP steht im Tooltip.
Endenergie und Witterung
Index 2015 = 100. Der Verbrauch folgt den Heizgradtagen: Kalte Jahre wie 2016 und 2021 brauchen mehr Energie, obwohl die Bevölkerung stetig wächst.
Treibhausgase nach Sektor
Emissionen in Mio. t CO2-Äquivalenten, ohne internationalen Flug- und Schiffsverkehr (BAFU-Inventar bis 2024). Ziel: −50 % gegenüber 1990 bis 2030.
Endenergie nach Energieträger
Anteile am Endenergieverbrauch 2000–2025 in Prozent. Heizöl verliert die Hälfte seines Anteils, Strom, Holz, Fernwärme und Umweltwärme legen zu.
Bruttoenergie nach Herkunft
Bruttoenergieverbrauch inklusive Kernbrennstoffe und Umwandlungsverluste, in Petajoule.
Auslandabhängigkeit
Einfuhrüberschuss plus Kernbrennstoffe in Prozent des Energieverbrauchs (BFE): von rund 80 % im Jahr 2000 auf 69 % 2025.
Stromproduktion nach Technologie
Landeserzeugung in TWh, 2000–2025 (BFE). Photovoltaik wächst seit 2012 stark, Kernkraft sinkt seit Mühleberg und mit Ausfällen.
Strom aus der Steckdose: Liefermix
Herkunft des gelieferten Stroms gemäss Stromkennzeichnung (Pronovo), Anteile in Prozent.
Stromproduktion nach Technologie im Zeitverlauf
Im gewählten Zeitraum, in GWh je Tag, Woche oder Monat. Tageswerte für die Schweiz sind von Energy-Charts modelliert und auf die BFE-Jahressummen abgestimmt.
Monatsproduktion seit 2016
BFE-Monatswerte in GWh. Thermisch und neue Erneuerbare sind bis 2019 nur zusammen ausgewiesen.
Energierechnung mit dem Ausland seit 2000
Saldo des Energie-Aussenhandels nach Energieträger in Mio. Franken; negativ = Einfuhrüberschuss. Die Linie zeigt den Gesamtsaldo.
Ein- und Ausfuhr nach Produkt 2025
Werte in Mio. Franken (Zollstatistik BAZG, eigene Auswertung).
Lieferländer für Energie 2025
Einfuhrwert in Mio. Franken nach Herkunftsland (bei Gas und Strom das Lieferland).
Woher die Produkte kommen
Anteile der Lieferländer am Einfuhrwert 2025 je Produkt, in Prozent.
Herkunft des Rohöls
Anteile an der Rohöleinfuhr in Prozent (Zoll, ab 2013 Avenergy). Heute kommt die Hälfte aus den USA.
Gasflüsse über die Grenze
TWh pro Jahr (BFE, Daten ENTSO-G); der grösste Teil fliesst als Transit nach Italien weiter.
Stromsaldo nach Nachbarland
Physikalischer Saldo in TWh; positiv = Netto-Import. Frankreich hat Deutschland als Hauptlieferant abgelöst.
Stromaustausch nach Nachbarland im Zeitverlauf
Saldo je Grenze im gewählten Zeitraum, in GWh je Tag, Woche oder Monat; oben Import, unten Export. Die Linie zeigt den Gesamtsaldo.
Stromaustausch nach Tageszeit und Monat
Mittlerer Netto-Austausch in MW je Stunde (Lokalzeit) und Monat; je kräftiger die Farbe, desto grösser der Austausch.
Strom: Import und Export pro Jahr
Physikalische Flüsse in TWh, 2000–2025 (BFE). Die Linie zeigt den Saldo; positiv = Netto-Import.
Die Energieproduzenten
Die grossen Schweizer Stromproduzenten gehören mehrheitlich Kantonen und Gemeinden. Sie betreiben die Wasserkraftwerke und über Partnerwerke die Kernkraftwerke. Wählen Sie eine Firma für Eigentümer, Kennzahlen und Finanzentwicklung.
Übersicht
Letztes publiziertes Geschäftsjahr; Klick auf eine Zeile öffnet die Firma unten. Mio. Franken, Produktion in TWh inklusive Beteiligungen.
| Firma | Typ | Grösster Eigentümer | Produktion | Umsatz | Gewinn | Jahr | Mitarbeitende |
|---|
Umsatz im Vergleich
Letztes Geschäftsjahr, in Mio. Franken.
Gewinn der grossen Drei
Jahresergebnis von Axpo, Alpiq und BKW in Mio. Franken. 2022 brachte die Energiekrise Verluste und Liquiditätsengpässe, danach Rekordgewinne.
Deep-Dive
Eigentümer
Umsatz
Gesamtleistung bzw. Umsatz je Geschäftsjahr, Mio. Franken.
EBIT und Gewinn
Wem die grossen Kraftwerke gehören
Beteiligungen an Kernkraftwerken und grossen Wasserkraft-Partnerwerken, in Prozent.
Füllstand der Speicherseen
In Prozent des Speichervermögens je Kalenderwoche; gewähltes Jahr und Vorjahr gegenüber der Spannweite 2016–2025. Bei «Letzte 12 Monate» zeigt die Linie 2026.
Gas-Nettoimport nach Monat
GWh je Monat; jede Linie ein Jahr, das gewählte hervorgehoben. Die Schweiz hat keine eigenen saisonalen Gasspeicher.
Pflichtlager Erdöl
Reichweite in Monaten Ende 2025 (Balken) gegenüber der Vorgabe (Strich). Flugpetrol liegt unter dem Soll.
Wasserkraftreserve je Winter
Zurückgehaltene Energie in den Speicherseen für Notlagen, in GWh (Swissgrid, ElCom).
Weitere Reserven
Prognose mit Erfahrungswerten
Jeder vergangene Jahresverlauf wird auf das heutige Niveau übertragen; die Bänder zeigen die Spannweite, die Linie den Median. Nach den Erfahrungen der letzten zehn Winter importiert die Schweiz im Winter netto im Median — TWh, zwischen — und — TWh.
Stromverbrauch der nächsten 12 Monate
Endverbrauch ab Netz in GWh pro Tag: die letzten 120 Tage gemessen, danach Prognose aus den Tagesverläufen der Vorjahre, skaliert auf das Niveau der letzten 12 Monate.
Speicherseen bis Frühling
Füllstand in GWh: gemessen bis heute, danach heutiger Stand plus die Entnahmen der Winter 2016/17–2025/26 in derselben Jahreszeit.
Erwarteter Netto-Import je Monat
Oktober 2026 bis September 2027, in GWh: Median (Balken) und Spannweite (Strich) der gleichen Monate der Vorjahre. Positiv = Import.
Netto-Import der letzten Winter
Oktober bis März, in TWh nach Swissgrid; rot über dem gesetzlichen Richtwert von 5 TWh (gestrichelt).
Langfristig: Winterimport bis 2050
Eigenes Bilanzmodell, Netto-Import im Winterhalbjahr in TWh je Szenario. Mit 60 Jahren KKW-Laufzeit fallen Gösgen 2039 und Leibstadt 2044 weg.